Weshalb ist Empathie so wichtig?

Sie ist eine Grundfeste aller sozialen Verbindungen. Ohne Empathie kann es zu Konflikten und unnötigen Missverständnissen kommen. Mit ihr entstehen oft Kooperationen, Kreativität findet statt bis hin zu gegenseitiger Unterstützung.

  • Wer sich verstanden, gesehen und wertgeschätzt fühlt, öffnet sich leichter. Daraus wiederum entstehen tiefere Verbindungen
  • Wer in der Lage ist die Perspektive seines Gegenübers einzunehmen, ist weniger impulsiv und sucht viel öfter nach Lösungen als nach einem Schuldigen.
  • Wer ein empathisches Umfeld hat, hat meistens auch eine gute psychische Gesundheit.

In empathischen Teams wird nachweislich konstruktiver kommuniziert, Fehler werden als Lernchancen betrachtet und Innovationen entstehen leichter.

Gerade auf globaler Ebene ist Empathie sogar eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Schaut euch um in der Welt – wir bestehen zum großen Teil aus Polarisierung und Diskriminierung.

Vor allem in Konflikten, auch auf der Weltenbühne, wird enorm viel polarisiert und „geframt“. Unsere Medien tragen ihren Teil dazu bei. Das nennt man „Meinungsmache“. Daher kann ich nur jedem empfehlen hinter jeden Konflikt zu schauen: Wie ist der Standpunkt des anderen. Weshalb hat er so reagiert? usw. usw.

Empathisch handeln heißt:

  • Leid nicht relativieren, sondern ernst nehmen
  • Unterschiede nicht als Bedrohung sehen, sondern als Möglichkeit begreifen.
  • Verantwortung nicht auf andere schieben, sondern gemeinsam tragen.

Je mehr Menschen empathisch handeln, umso mehr wird sich die Art ändern, wie Entscheidungen getroffen werden und zwar auf allen Ebenen- politisch, wirtschaftlich und sozial. Kooperation, solidarisches Handeln und echte demokratische Prozesse werden durch Empathie gefördert.

Und jetzt kommt das Beste. Empathie ist erlernbar. Sie ist keineswegs einfach nur angeboren, nein, sie lässt sich trainieren.

Durch aktives Zuhören, ganz bewusstem Nachfragen, keinen eigenen Bewertungen und echtem Interessen an der Sichtweise des anderen, ist Empathie tatsächlich erlernbar. Achte beim nächsten Gespräch oder in der nächsten Situation einfach mal auf deine eigenen Reaktionen und frage dich: „Wir fühlt sich mein Gegenüber gerade mit dieser Situation?“ Du wirst feststellen, dass sich die Kommunikation durch diesen Perspektivwechsel grundlegend ändern wird.

Zusammenfassend möchte ich feststellen:

  • Empathie ist keine Schwäche, sondern eine große Stärke.
  • Sie bedeutet nicht Nachgiebigkeit, sondern Bewusstheit.
  • Sie verlangt von niemandem sich aufzugeben, sondern erweitert den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

Nähe, Vertrauen, Erfolg, Zusammenhalt und Frieden sind die Folge von empathischem Verhalten. Aus einem Nebeneinander wird ein Miteinander. Das ist doch genau das, was unsere Welt langfristig benötigt.