Seit geraumer Zeit fällt mir immer wieder auf, dass die Begriffe „Esoterik“ und „Spiritualität“ gerne miteinander verwechselt werden. Doch es handelt sich dabei nicht um dasselbe. Beides beschäftigt sich mit dem Unsichtbaren, dem, was wir nicht sehen und greifen können, mit dem Sinn unseres Lebens und mit dem Inneren.

Die Esoterik ist ein Oberbegriff für das Wissen über feinstoffliche und „verborgene“ Ebenen, für Methoden und Lehren, die uns zu diesen Ebenen führen können. Das Wort stammt von dem griechischen Wort „esoterikos“ ab und heißt so viel wie „nach innen gerichtet“ oder „nur für Eingeweihte“. Bestimmtes Wissen war früher nur bestimmten Schülern von Meistern zugänglich. Heute zählt man zur Esoterik Themen wie das Kartenlegen, die Astrologie, die Arbeit und das Wissen um die Wirkung von Kristallen, Chakrenarbeit, Energiearbeit und vieles andere mehr. Die Esoterik bietet Werkzeuge zur Innenschau.

Bei der Spiritualität geht es um die innere, persönliche Verbindung zu etwas Größerem, zu sich selbst, zur Natur, zum Leben allgemein und auch zu einer göttlichen Kraft. Bewusstsein, Frieden, Liebe, Einheit im Handeln und Sein – das alles beinhaltet Spiritualität. Dazu bedarf es nicht unbedingt bestimmter Regeln oder Rituale – die Spiritualität entsteht immer im Herzen. Ein spiritueller Mensch ist immer auf der Suche nach innerer Wahrheit, nach dem wahren Sein, nach dem Sinn seines Seins auf der Erde und im Allgemeinen. Er möchte authentisch leben und möchte sich nicht verstellen oder verstellen müssen. Ein spiritueller Mensch sucht nach innerer Wahrheit. Er möchte wissen wer er wirklich ist, warum er hier ist. Oft geschehen für uns unerklärliche Dinge in unserem Leben: Katastrophen, Zusammenbrüche, familiäre Desaster zum Beispiel. Bei mir was das auch nicht anders. Irgendwann hat sich mir die Frage gestellt, warum das alles? Wieso genau passiert das? Was soll ich daraus lernen und welchen Sinn ergibt das Ganze? Und so geht es vielen Menschen. Wer dann anfängt zu bohren und zu überlegen – und ja, unseren Kopf dürfen wir tatsächlich auch benutzen – der kommt meistens zu dem Schluss, dass es noch ein paar Dinge mehr gibt zwischen Himmel und Erde. Dinge, die uns bisher nicht bewusst waren, weil wir meistens in einem Hamsterrad aus Arbeit, Alltag und Ablenkung sitzen.

Ich möchte beide Themen gerne so beschreiben: Esoterik hat die Werkzeuge, Spiritualität hat die innere Haltung dazu. Spiritualität will den Sinn des Seins erkunden, die Esoterik fragt nach dem Wie. Die Esoterik nutzt oft Symbole, Rituale oder bestimmte Systeme, um das Unsichtbare und Unbekannte zu verstehen. Doch lässt sich beides ganz gut miteinander verbinden. Die Spiritualität benötigt keine äußeren Hilfsmittel, um zu wirken. Sie ist eher das Bewusstsein, das hinter den Methoden steckt.

Meiner Erfahrung nach beginnen die meisten Menschen mit der Esoterik und landen dann im spirituellen Sein. Durch das Nutzen gewisser Methoden wie z.B. Energiearbeit, Reiki, Rückführungen in vergangene Leben, pränatale Methode, Hypnose usw. verstehen die Menschen, dass da noch mehr ist und dass es Zusammenhänge gibt zwischen dem Leben hier auf der Erde und Dingen, die im Verborgenen liegen. Durch diese Arbeit kommt man allmählich zu gewissen Erkenntnissen und automatisch auch zu mehr Gelassenheit, innerer Ruhe, Urvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstliebe, Verständnis, Empathie und vieles mehr.

Wichtig ist, dass man ganz allmählich sein Herz öffnet und die alten Wunden auslöscht. So kann einen auch nichts mehr erschüttern.