Immer wieder höre ich „Du bist nicht richtig geerdet.“, oder „Dieser Mensch ist richtig gut geerdet.“ Doch was genau bedeutet es geerdet oder nicht geerdet zu sein?

Wir haben heute meistens viel um den Kopf. Und wie der Ausdruck schon sagt, befinden wir uns „in unserem Kopf“. Wir organisieren, wir arbeiten, wir bereiten vor, wir denken, denken, denken. Dann kommt noch der ganze Kokolores der Außenwelt auf uns zu. Überall Nachrichten-meist schlechte-, Katastrophen, Kriege usw. usw. Negative Impulse und Frequenzen sind permanent und überall um uns rum.

Es kann auch sein, dass du ein sensibler Mensch bist, der feine Energien wahrnimmt. Dann hebst du gerne mal ab. Es ist zwar angenehm in feinere Energien einzutauchen, doch solange wir auf dieser Erde und in dieser Matrix leben, müssen wir tatsächlich versuchen irgendwie damit klar zu kommen und diese feinstoffliche Welt mit unserem Alltag zu kombinieren. Daher ist es auch enorm wichtig wieder eine Verbindung zwischen dir selbst und der Erde zu schaffen, dich im Hier und Jetzt, indem du lebst, zu verankern und deine Energie zu stabilisieren. Finde zurück in deinen Körper, in deine Mitte, sobald du zu viel im Kopf bist.

Wenn du sehr feinfühlig bist, dann bringt dich die Erdung wieder in deine Mitte und du bist in der Lage diese feinen Energien zu halten und in dein System zu integrieren. Du kannst die Erdung als ein energetisches Fundament betrachten, das dich stärkt, dich klar macht, für Ruhe und innere Sicherheit sorgt, dich präsenter macht, konzentrierter und weniger anfällig für Stress und das ganze Drumherum. Eine gute Erdung zeugt auch von innerer Reife und Erfahrung. Das Geistige und das Körperliche werden so gut miteinander verbunden. Vom Universum aus fließen die Energien bis nach unten zur Erde durch uns durch. Diese Verbindung ist ein Kreislauf, der uns auch stärken und nähren kann.

Erde dich daher regelmäßig, wenn du merkst, dass du nicht mehr ganz bei dir bist oder dir alles zu viel wird. Es gibt ein paar ganz einfache Tricks.

  • Stell dich fest auf die Beine und visualisieren wie dir Wurzeln aus den Füßen wachsen, ganz tief in Mutter Erde hinein. Du wirst schnell merken, dass so ein Gefühl von Stabilität und Urvertrauen entsteht.
  • Oder gehe in die Natur, am besten in den Wald. Im Wald ist die geerdete Energie immer präsent. Die Bäume und die Pflanzen wachsen aus der Erde heraus und holen dich automatisch runter und wieder mehr zu dir.
  • Oder umarme einfach mal einen Baum. Eine deutsche Eiche passt zu uns Deutschen besonders gut.
  • Oder lauf barfuß, draußen oder drinnen. Du kannst auch einfach ein paar Atemübungen machen.

Das ist jedoch kein einmaliger Zustand, sondern sollte zu deiner täglichen Praxis werden.

Ich mache das zum Beispiel jeden Morgen bevor ich irgendwas anderes unternehme. Wenn ich viel spirituelle oder energetische Arbeit gemacht habe oder ein Seminar hatte, brauche ich im Anschluss immer etwas Erdung. Ich habe mir angewöhnt, direkt im Anschluss aufzuräumen, sauber zu machen und alles wieder an seinen Platz zu stellen. Das bringt mich wieder direkt ins Hier und Jetzt.

Probiere einfach mal aus, was dich erdet und du wirst schnell merken, dass dir das gut tut.